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Oktoberwetter...

...gestern machte ich noch einen ausgedehnten Spaziergang ins nächste Dorf und freute mich über den "Altweibersommertag". Doch schon am späteren Nachmittag begann es zu regnen und die Temperatur ging rapid zurück.
Heute regnet es den ganzen Tag und der Schwedenofen frass eifrig Holz und gab eine angenehme Wärne ab. Die Berge rundum haben eine weisse Mütze bekommen, schaut mal hier
Wir haben uns entschlossen die Zentralheizung in Betrieb zu nehmen, sonst wird es morgen zu kühl in der Dusche und dem Bad sein.

2.10.05 15:19, kommentieren

Fensterläden...

....schon vor Wochen kontaktierte D. die Metallbau-Firma. An der Terrassentüre fehlen noch die Jalousieläden. Heute kam nun der Chef persönlich vorbei und nahm Mass. So können wir hoffen, dass die Läden vor Wintereinbruch noch montiert werden.
Am morgen war es mit 4° schon recht kalt. Da waren wir froh über die Zentralheizung!
Wie eine Mondsichel im letzten Viertel, so sah ich die Sonne beim verlassen des Einkaufszentrums. Na klar, da stand doch gestern was in der Zeitung von einer parzialen Sonnenfinsternis. Trotz der leichten Bewölkung konnte man das gut erkennen, zudem war es ganz düster.

3.10.05 15:25, kommentieren

Handwerker...

....wir haben festgestellt, dass der Heizkörper im Hobbyraum nur im oberen Viertel warm wird. Deshalb haben wir den Handwerker (ein Schulkamerad meines Mannes) im Haus. Zusammen legen sie eine neue Zuleitung für den 2 Meter hohen Radiator.

Gestern hatte D. für die Luken in der Mansarde zwei kleine Fenster geschreinert. Sie befinden sich in der Nordfassade und sehen aus wie Schiess-Scharten.
Mit den Vorhängen bin ich gut voran gekommen, nur ein Schlafzimmer ist noch ohne.

Zwischendurch fahren wir immer mal zum Rustico. Im Garten habe ich den letzten Salat geerntet, Tomaten gepflückt und Walnüsse eingesammelt.
Das Feigenbäumchen trägt 3 Früchte. Vor zwei Jahren spross aus einer Mauerritze etwas, ich zog es sehr vorsichtig raus und pflanzte es in den Garten. Dort begann es schnell zu wachsen und meine Vermutung bestätigte sich bald, dass es sich um einen Feigenbaum handelt.
Das Wetter ist trüb und nass und die kastanienbäume entledigen sich ihrer Last. Bald werden wir Kastanien im Ofen braten.

7.10.05 15:29, kommentieren

"Kaminfeger"...

....mein Mann hatte sich eben nach einem guten Essen zum Mittagsschläfchen aufs Sofa gelegt, ich war dabei die Küche in Ordnung zu bringen.
Da hörte ich ein ungewohntes Geräusch. Zuerst dachte ich, unser Stubentiger hätte in seinen alten Tagen nochmals zu spielen angefangen. Doch der sass vor dem Schwedenofen und starrte zum Ofenrohr hinauf. Schon wieder dieses Geräusch, es kam eindeutig aus dem Ofenrohr. Darin bewegte sich etwas und kratzte. Zuerst dachte ich an einen Siebenschläfer oder Marder, aber flatterte es nicht auch?
Nix mit Mittagsschlaf, D. musste nachsehen was da los war. Er öffnete eine Klappe und leuchtete hinein. Fast gleichzeitig plumpste etwas in die zum Glück kalte Asche. Durch die Verglasung konnte ich einen kleinen schwarzen Vogel erkennen der verzweifelt hinaus wollte. Mein Mann öffnete vorsichtig die Tür einen spaltbreit und wollte den Vogel greifen. Doch dieser entwischte nach unten und flatterte durchs Wohnzimmer. Wir öffneten die Fenster und mit einem kleinem Gezwitscher flog er ins Freie.
Nun rätseln wir um welche Vogelart es sich wohl gehandelt hat, die schwarze Farbe kam eindeutig vom russigen Kamin. Es hätte ein Sperling, Fink oder auch eine Bachstelze sein können.
Jedenfalls hatte er Glück: erstens dass er nicht in den danebenliegenden Heizungskamin gefallen war, zweitens dass kein Kaminfeuer brannte und drittens dass wir ihn sofort entdeckten.

8.10.05 15:35, kommentieren

Sonntag = Sonnentag !

....was für ein herrlicher Tag gestern, guck mal hier strahlend blauer Himmel und Sonne pur. Zu schade um drinnen zu sitzen. Nach dem Mittagessen zog ich los, ich wollte zum Dörfchen Corzoneso hoch. Tage zuvor hatte ich einen Wanderweg entdeckt der zum Dorf führt. Zuerst war es nur ein schmaler Pfad durch den lichten Wald, dann mündete er in einen grösseren Wanderweg. Im Zick-Zack wand sich der steinerne Weg den Berg hoch. Kastanien und die stachligen Hülsen lagen überall. Ab und zu fielen auch noch solche zu Boden und ich musste doch sehr aufpassen, dass ich nicht unter "Beschuss" geriet.
Puh, ging das bergan, ich musste eine Verschnaufpause einlegen. Mir wurde bewusst, das dieser beschwerliche Weg zu früheren Zeiten, als es noch keine Strassen gab, die einzige Verbindung zum Tal war. Da schleppte man wohl die Sachen mit Mauleseln hoch, in schneereichen Wintern muss das eine wahre Tortur gewesen sein.
Der Wald begann sich zu lichten, eine Mauer und grüne Wiesen kamen in Sicht, ich war in Corzoneso. Eine imposante weisse Kirche dominiert das Dorf, das in einer Art Mulde liegt. Eine herrliche Rundsicht belohnte den mühsamen Aufstieg (bin nicht mehr die Jüngste!).
Mir war klar, dass ich nicht denselben Weg für die Rückkehr nehmen würde, meinen armen Knien bekäme das gar nicht gut. Dann also die Strasse runter? Oder etwa noch ein Stück weiter, es war ja erst 14 Uhr und die Sonne wird erst um 16 Uhr hinter dem Berg verschwinden. Also weiter, immer dem Wanderweg folgend, den ich früher schon mal gegangen war. Ich wollte bis nach Leontica zu unserem Rustico. Plötzlich begann das Handy zu surren, es war mein Mann, der mir mitteilte dass sich für 15.30 Besuch angesagt hatte. Er war im Rustico und würde dort bis ein Viertel nach Drei warten.
So kam es, dass mein beschaulicher Spaziergang zu einem Wettlauf mit der Zeit wurde, denn ich wollte unsere Freunde nicht verpassen.

17.10.05 15:43, kommentieren

Herbst...

....vorbei sind die goldenen Herbsttage, jetzt sieht es so trüb bei uns aus
Irgendwo links unten verbirgt sich Acquarossa

20.10.05 15:54, kommentieren

schon wieder...

...noch ein trüber Herbsttag, wie man hier sehen kann.
Da wir hier nur einen Metzgerladen und eine kleine Boutique mit komischen Oeffnungszeiten haben, fuhr ich mit dem Bus nach Biasca um etwas zu "lädele". Das tat gut, wieder einmal durch die Strassen zu gehen und die Auslagen anzusehen. Ich habe einen winzig kleinen Wollladen entdeckt, den muss ich mir später nochmals genauer ansehen.
Wieder zuhause, überraschte mich D. mit der Nachricht, dass (schon wieder, siehe 8. 10.) ein Vogel im Ofenrohr sei, er zwitschere sogar ab und zu. Diesmal befand er sich im waagrechten Verbindungsstück zwischen Ofen und Kamin. Also öffnete mein Mann wie gehabt die Klappe des Ofenrohrs und mit Hilfe eines Elektrikerdrahtes stöberte er den Eindringling auf. Ich hatte die Terassentür weit geöffnet und ...schwups.. entflog ein schwarzer Sperling dem Rohr und suchte das Freie, nicht ohne zuvor noch ein hübsches Muster von verrussten Flügeln auf der frisch geweisselten Gipsdecke zurückzulassen!
Jetzt erwägen wir, ob es nicht ratsam sei den Kamin zu vergittern.

21.10.05 15:58, kommentieren

Oktobersonne....

...ein sonnenreicher Oktober geht zu Ende, was hat er uns doch für schöne Tage beschert.
Am vergangenen Donnerstag war ich kurz in der Deutschschweiz, mit Hin- und Rückfahrt samt Wartezeiten gingen fast 9 Stunden drauf. Abfahrt um 6.47 in Acquarossa, Rückkehr um 20.30. Ich fahre gerne mit der Bahn, es gibt immer viel zu sehen und ist sehr preiswert (Tageskarte zu CHF 12.-).
Diesmal sah ich noch Zeichen der Verwüstung die das Unwetter im August angerichtet hat.
Mein Aufenthalt betrug etwa 4 1/2 Stunden, zuerst ging ich in Baden zum Friseur die Geschenkgutscheine einlösen. Schick frisiert fuhr ich danach mit dem Bus zum Elternhaus und besuchte meinen Bruder. Es war Mittagszeit und wir gingen zusammen auswärts essen und machten eine kleine Ausfahrt durch die herrlich gefärbten Wälder. Für einen Spaziergang reichte die Zeit leider nicht. Danach gingen wir zum Friedhof, mein Bruder hat das Grab der Mutter hübsch bepflanzt.
Schliesslich musste ich noch zum Metzger um die von meinem Mann gewünschten Blutwürste zu kaufen. Glück gehabt, es hatte gerade noch eine, für mich nahm ich eine Leberwurst.
Die Zeit reichte gerade noch für Kaffee mit Kuchen beim Bruder und einen Rundgang im Garten. Um 16 Uhr verabschiedete ich mich und nahm den Bus, insgesamt musste ich 4 mal umsteigen was mich aber nicht störte.
Es war ein schöner Tag gewesen und ich hatte meine Heimat wiedergesehen, gerne wäre ich länger geblieben.

30.10.05 16:03, kommentieren