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Micky, das ist unser Stubentiger, ein schwarz-weisser Kater, der seit Mai 1989 zur Familie gehört.

Gerade weil ich Katzen über alles gern habe, wollte ich eigentlich nie eine Katze die ausschliesslich in der Wohnung lebt.
Doch wo immer ich eine Katze sehe, versuche ich sie zu streicheln. Als wir in den Ferien weilten, wie immer in unserem Rustico im Bleniotal, sah ich plötzlich eine magere, dreifarbene Glückskatze. Sie war sehr scheu, aber ich hatte viel Geduld und mit Hilfe von etwas Essbarem gelang es mir schliesslich, sie zu streicheln. Danach kam sie fast täglich vorbei, sehr zur Freude unserer Kinder. Sie gaben ihr den Namen Daisy. Doch Ende August waren die Ferien vorbei und wir kehrten nach Bellinzona zurück.

Im darauffolgenden Frühling machten wir nach dem langen Winter die Ferienwohnung wieder flott und siehe da, Daisy war wieder oder immer noch da. Offenbar „wohnte“ sie im nebenstehenden Stall. Da es ein schöner Frühling war, verbrachten wir die Schulferien dort. Daisy kam täglich und wurde immer runder. Am 5. Mai 1989 gebar sie 3 Kätzchen, 2 Männchen und ein Weibchen. Das schwarz-weisse mit den rosa Pfoten nannten wir Micky, das weiss- apricot Halb- Angora- Katerli erhielt den Namen Roto und das rot-schwarz-weisse Weibchen tauften wir Cleo. Unsere Kinder waren glücklich, jeder hatte nun sein eigenes Kätzchen. Daisy sorgte gut für ihre kleine Familie und die Kätzchen gediehen prächtig. Noch nie wurden die grossen Sommerferien so sehnlichst erwartet, für die Kinder bedeutete es 2 1/2 Monate in der Nähe der Samtpfoten zu sein. Inzwischen fuhren wir sooft wie möglich hin und brachten Futter.




Die Sommerferien waren herrlich, die Kätzchen waren mächtig gewachsen und spielten vergnügt zusammen. Morgens, wenn ich die Tür öffnete, kamen sie angerannt und kletterten mir an den Jeans hoch. Cleo wollte immer gerne ins Bett um sich an mich zu kuscheln. Nachts schlief die Katzenfamilie im Stall nebenan. Doch Cleo versteckte sich unter unserem Bett um dann irgendwann in der Nacht aufs Bett zu hüpfen und sich ganz eng an mich zu schmiegen.
Anfangs September waren die Ferien zu Ende und nur ungern fuhren wir nach Hause. Doch jeweils am Wochenende besuchten wir unsere Samtpfoten-Familie. Wir brachten ihnen jedes Mal Futter mit und auch die Nachbarn kümmerten sich um sie.
An einem Wochenende kamen nur noch Micky und Roto angerannt um uns freudig zu begrüssen.
Vor lauter Freude sträubte sich ihr Fell und der Schwanz war buschig wie derjenige eines Eichhörnchens. Cleo fehlte und alles suchen und rufen half nichts, sie blieb verschwunden. Einige Wochen danach, es war schon November, war auch Roto verschwunden.
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Da entschlossen wir uns, entgegen unserer Ueberzeugung, den Kater in unsere Wohnung zu nehmen. Wir konnten ihn unmöglich hier überwintern lassen. Daisy, die Katzenmutter, kümmerte sich nicht mehr um den Nachwuchs.
Da kein Transportkorb zur Verfügung stand, verpackten wir den jungen Kater in eine Kartonschachtel und verfrachteten ihn ins Auto. Die halbstündige Fahrt gefiel ihm keineswegs. Zuhause mussten wir erst die nötigen Vorkehrungen treffen, ein Katzenklo samt Streu musste her und natürlich ein Fressnapf und Katzenfutter. Micky erkundete jede Ecke der Wohnung und suchte nach einer Tür um rauszukommen. Er, der die ersten 6 Monate seines Lebens halbwild in Freiheit verbracht hatte, gewöhnte sich erstaunlich schnell an das Leben in der Wohnung und benutzte das Katzenklo als würde er nichts anderes kennen. Fortan war Micky nun der sechste Bewohner unserer 75 m2 grossen (kleinen) 4 Zimmerwohnung. Als Nachtquartier wählte er das Bett der Tochter. Er legte sich wie ein Schal um ihren Hals sodass die Aermste um Luft ringen musste. Dann kam der Tag, als wir ihn zum Tierarzt brachten, er wurde seiner Männlichkeit beraubt, für ihn sicher ein einschneidendes Erlebnis. Natürlich fuhren wir im Auto zum Tierarzt und Micky hat seither einen Horror vor Autofahrten.




Micky + Mouse !
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ein Nachbar hat uns seinen leerstehenden Naturkeller überlassen. Mein Mann ist begeistert vom Gewölbe in Natursteinen, ideale Lagerbedingungen für Käse. Er besorgte ein paar Formen Alpkäse und legte sie auf das Gestell im Keller damit sie noch etwas reifen.
Zwei Tage später kommt er laut fluchend mit einem angeknabberten Käse in die Küche. Mäuse sind auf den Geschmack gekommen! Irgendwo muss doch noch eine Falle rumliegen, so ein Ding wo man die Mäuse lebend fängt. Nach kurzem suchen hat er sie gefunden, etwas verrostet zwar, doch sie funktioniert.
Heute morgen kommt er triumphierend in die Küche, die Falle in der Hand, darin ein winziges Mäuschen mit grossen Kulleraugen. Unser alter Kater hat es auch schon bemerkt und schnuppert ganz interessiert daran. Sollen wir ihm eine Freude machen? Mal sehen wie der Stubentiger reagiert? Also öffnet er die Falle auf der Terrasse und der alte Kater schnappt sich das Mäuschen, wirbelt es in die Luft und fängt es wieder und will es ins Wohnzimmer bringen. Schnell die Türe zu, wir schauen durchs Fenster dem Spiel zu und dabei knipse ich folgende Bilder.
Wen haben wir denn da?
Ich hab dich! Gehostet von directupload.netGehostet von directupload.netwieder wirbelt die Maus durch die Luft und fällt hinter dem Kater runter und husch husch verschwindet sie zwischen den Pflanzenkübeln, die zum Schutz vor der Kälte mit Flies und Isoliermaterial umwickelt sind, ein ideales Versteck.
Der Kater sucht und schnuppert noch etwas, dann will er hinein an die Wärme. Und wir suchen, verschieben die schweren Kübel, öffnen die Verpackung, entfernen Flies und Isoliermatte, nichts, fort, verschwunden.
Mein Mann gibt auf und ich suche allein weiter. Schliesslich beginne ich den Oleander wieder zu verpacken und da flutscht aus einer Falte des Isoliermaterials das Mäuschen heraus und springt davon. Eine wilde Jagd beginnt, ich mit einem Besen bewaffnet hinterher und um den Weihnachtsbaum herum. Hoffentlich wurde ich bei dieser Aktion nicht beobachtet, die müssen mich ja für verrückt halten!
Das Mäuschen verschwand in der Holzkiste unter dem Tannenbaum und ich gab auf und der Weihnachtsbaum hat nun einen Untermieter!